Ja zur Bahn

NEIN zur Bürgschaft

NEIN zur Kreditsicherungsgarantie Initiative der Rotenfluebahn am 7. März 2021

Rotenfluebahn: Bürgen tut würgen!


Felix Weber erklärt, warum er für die Rotenfluebahn einsteht, die Kreditsicherungsgarantie/Bürgschaft/Subvention aber klar ablehnt und volle Transparenz erwartet. Er begründet dies mit Argumenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW) und von aRR Dr. Friederich Huwyler.

 

Felix Weber, wie stehen Sie zur Rotenfluebahn?

Ich lebe in Rickenbach und kenne die Rotenfluebahn seit Jahrzehnten. Senioren, Familien und Kinder geniessen die Fahrt auf den Berg. Dies ist zu begrüssen und die Rotenfluebahn wird weiterfahren. 

 

Jede Medaille hat zwei Seiten. Wie sieht die zweite aus?

Am 1. Juni 2019 war eine kleine Notiz in der Neuen Zürcher Zeitung: «Gemeinden investieren blindlings». Die NZZ wies auf eine Publikation der HTW Chur hin. Hier erklären fünf Wissenschaftler klar: Eine Kreditsicherungsgarantie ist eine Bürgschaft und somit eindeutig eine Subvention. aRR Dr. Friederich Huwyler bekräftigt im GOG 2009 diesen Sachverhalt. Dies hat Peppino Beffa, Säckelmeister der Gemeinde Schwyz, an der Gemeindeversammlung bestätigt und anscheinend graut ihm vor einer weiteren Belastung der Gemeinde Schwyz.

 

Gibt es weitere Aussagen der HTW Chur, die auffallen?

Klar ist die Aussage, dass die öffentliche Hand nur Innovationen in Form von Anschub-Investitionen unterstützen soll. Dann muss Schluss sein mit öffentlichen Geldern. Der Markt soll spielen und private Geldgeber sollen finanzieren. Wird dieses Prinzip nicht eingehalten und finden sich keine Private, führen öffentliche Gelder zu Marktverzerrungen und andere Unternehmen werden wesentlich benachteiligt. 

 

Was sagen Sie zur Transparenz der Rotenfluebahn?

Der Verwaltungsrat der Rotenfluebahn Mythenregion AG versucht über Emotionen «unserer Bahn» das Volk zu täuschen und gaukelt eine gesunde Finanzsituation vor, zusätzlich werden Kritiker persönlich angegriffen. Geschickt hat der VR einen kleinen Teil der Unterlagen auf der Homepage veröffentlicht. Abstimmungstechnisch zu einem schlauen Zeitpunkt. Für mich etwa ein gleicher Transparenz-Akt, wie zu kommunizieren, dass das EBS den Strom liefert, und zu verschweigen, dass vorher das EW Höfe geliefert hat und erst ab dem 1. Januar 2021 das EWS. Übrigens «Üsi Bahn» ist eine falsche Aussage: Die Bahn gehört den Aktionären! 

 

Wann darf jemand eine Bürgschaft übernehmen? 

Der Grundsatz gilt: Bürgen kann man nur mit Geld, das nicht benötigt wird. Die wichtigste Voraussetzung ist klare Transparenz. Wird die Information geschönt, ist die Bürgschaft zwingend zu verweigern.

 

Anscheinend ziehen diese Argumente bei vielen Personen nicht?

Es ist einleuchtend, dass viele bei einer Fahrt auf die Rotenflue nur die Aussicht und ein «Ja zur Bahn» sehen. Dies ist kurzsichtig: Eine Kreditsicherung/ Bürgschaft/Subvention unter diesen Voraussetzungen ist der Rotenfluebahn unwürdig. Testfrage: Würden denn die Verwaltungsräte der Rotenfluebahn privat bürgen? 

 

Was fordern Sie um die Situation zu verbessern?

Volle Transparenz! Das Verwaltungsgericht hat dies bestätigt. VR-Präsident Dr. Roland Pfyl-Henseler betont immer: «Wir sind im Plan»! Er weigert sich aber diesen Plan zu veröffentlichen. Das Volk kennt diesen Plan nicht und soll ins Blaue abstimmen. Da ist doch keine Glaubwürdigkeit mehr da, diese wurde mehrfach verspielt. Stimmen Sie NEIN zur Kreditsicherungsgarantie-Initiative!

 

Mit Felix Weber sprach Reto Wehrli