Der Verwaltungsrat verlangt weitere öffentliche Gelder und verweigert den Einblick in die Zahlen

Scheintransparenz

Mittlerweile hat sich der Verwaltungsrat durchgerungen, ein paar der geforderten Akten zu veröffentlichen. Sie wählt dabei jedoch selber aus, welchen Akten er preisgeben möchte.
Dabei wäre die Sache so einfach ge­wesen. Das Urteil des Ver­waltungsgerichts hält klar fest, welche Unterlagen zur Ein­sicht herausgegeben werden müssen.

Die Forderung unseres Komitees nach Transparenz wird erst erfüllt sein, wenn alle Akten von den Behör­den ausgehändigt und dann auch sorgfältig geprüft und gesichtet sind. Dies ist leider mit Sicherheit in den wenigen verbleibenden Ta­gen vor der Abstimmung nicht mehr möglich. Aber wir werden dies nachher nachholen und sau­ber informieren – leider dann halt zu spät. Die Verhinderung der Akteneinsicht durch den VR der Rotenfluebahn hat also perfekt funktioniert. Mehr dazu

NEIN zur erneuten Geldspritze für die Rotenfluebahn ...

… weil der Verwaltungsrat der Rotenfluebahn bis heute keine Bauabrechnung offenlegt. Somit sind die tatsächlichen Kosten des Bahnprojekts bis heute nicht bekannt und es ist nicht klar, wofür der Bezirksbeitrag von CHF 2.5 Mio. verwendet wurde. 

Wie viel hat der Bau der Bahn gekostet?

Wer sich interessiert und sich die Mühe macht, kann in wenigen Minuten mittels Google-Recherche herausfinden, wie hoch die tatsächlichen Baukosten umliegender neuer Bergbahnen, wie auf den Stoos (CHF 88 Mio.), Kräbel-Rigi Scheidegg (CHF 7 Mio.) oder Sattel-Hochstuckli (CHF 8 Mio.), ausfielen. Dabei erhält man nicht nur die definitive Bausumme, sondern auch allfällige Differenzen gegenüber den ursprünglichen Erwartungen sowie einer Begründung des VR, weshalb es zu Abweichungen gekommen ist. 

Das ist transparentes Vorgehen und entspricht dem, was die Bürgerinnen und Bürger nach der Gewährung öffentlicher Beiträge (à fonds-perdu oder in Form eines zinslosen Darlehens), wie jene an die Rotenfluebahn, erwarten dürfen. 

… weil der Verwaltungsrat generell den Einblick in die Geschäftstätigkeit verweigert. Zwar spricht er stets davon, dass Gutachten der grischconsulta AG (Expertenbericht) und Auctor Schwyz AG (Revisionsbericht) die Notwendigkeit für die Kreditsicherungsgarantie bestätigen würden. Diese Gutachten wurden  vom Kanton verlangt, werden jedoch vom Verwaltungsrat unter Verschluss gehalten.

Was steht in den vom Kanton verlangten Gutachten?

… weil die Rotenfluebahn seit Betriebsbeginn jährliche Sponsoringbeiträge in der Höhe von CHF 250'000-775'000 erhält, ohne jedoch deren Herkunft bekannt zu geben. Es bleibt somit ungewiss, ob diese auch in Zukunft gesichert sind.

Welcher Sponsor hält die Bahn seit Betriebsbeginn über Wasser?

… weil der Verwaltungsrat zwar beteuert "auf Plan" zu sein, aber trotzdem nun die Bürgschaft von Gemeinde und Bezirk benötigt. Würde der mittlerweile fast 10 jährige Business Plan gezeigt werden, wüsste die Öffentlichkeit ob die Bahn wirklich "auf Plan" ist. 

Was steht im Business Plan des Unternehmens vor 10 Jahren?

Andere Tourismusbetriebe und insbesondere Bergbahnen (Luftseilbahnen Kräbel-Rigi Scheidegg, Brunnen-Urmiberg, Sattel-Hochstuckli, Hoch-Ybrig usw.) müssen ohne Bürgschaft und Bezirksbeitrag ihre Investitionen stemmen.